Wer hat sie nicht mit Schaudern gesehen, die Bilder des riesigen Plastikmüll-Strudels, der seit einigen Jahren im Pazifik auf einer Fläche von 1.6 Millionen Quadratkilometern seine spiralförmigen Runden dreht und alles erstickt, was sich ihm in den Weg stellt.
Dass die Auswirkungen dieses vom All aus sichtbaren Abfallberges (der an Land ganz Mitteleuropa bedecken würde), für die Umwelt verheerend sind, stellt ausser Donald Trump wohl niemand mehr ernsthaft in Frage. Und doch wird erschreckend wenig gegen die Plastikflut getan, welche auch die Schweiz zu überschwemmen droht.
Jahr für Jahr landen hierzulande 800'000 Tonnen Plastik im Abfall. Würde man diese in 40-Tönner verladen, ergäbe das eine Wagenkolonne von 360 Kilometern, welche die A1 auf der Länge von St. Gallen bis Genf verstopfen würde. Und wenn man dann noch hört, dass jährlich allein in der Schweiz 1.6 Milliarden Einweg-Getränkeflaschen aus PET in Umlauf gebracht werden (und davon eine halbe Milliarde einfach weggeschmissen wird), kommt man schon etwas ins Grübeln.
Das ist auch den Verantwortlichen der HGC so ergangen. Über Jahre haben sie dafür gesorgt, dass alle Mitarbeitenden der HGC in ihren Büros und Kantinen kostenlos Mineralwasser in den praktischen PET-Fläschli beziehen können. Als Zeichen der Wertschätzung. Und auch der Gesundheit zuliebe. Doch mit der Zeit hat sich gezeigt, dass diese noble Geste aus Sicht unserer Umwelt eigentlich alles andere als generös ist. Deshalb hat die Direktion beschlossen, innerhalb der HGC künftig auf den Einsatz von Einweg-PET-Flaschen zu verzichten. Mit der Umsetzung dieser Massnahme wurde Sarah Blasberg vom strategischen Einkauf betraut.
Zum Glück leben wir in der Schweiz. Denn hierzulande haben wir eine beispiellose Alternative zum Mineral aus den ökologisch bedenklichen PET-Fläschli: Unser Hahnenwasser hat von Natur aus beste Trinkwasserqualität. Und erst noch eine viel bessere Ökobilanz.
Aus diesem Grund wurden an diversen HGC-Standorten bereits Wasserspender von Brita aufgestellt, über die sich zimmertemperiertes oder gekühltes Leitungswasser zapfen lässt, das auf Knopfdruck sogar mit Kohlensäure versetzt werden kann.
An den schon mit Wasserspendern ausgerüsteten Standorten wie dem Hauptsitz haben die Mitarbeitenden bereits schön geschwungene und «gebrandete», also mit dem HGC-Logo versehene Karaffen aus Glas oder vereinzelt auch aus Mehrweg-PET erhalten. Diese sollen selbst Trinkmuffel dazu verleiten, die ärztlich empfohlene Tagesration Wasser zu sich zu nehmen. Künftig soll deshalb jeder Mitarbeitende wahlweise eine persönliche Glaskaraffe oder eine Mehrweg-PET-Flasche bekommen.
Die Einweg-PET-Flaschen sollen ausserdem nicht nur aus den Büros, sondern auch aus den Sitzungszimmern verschwinden. Deshalb werden diese ebenfalls mit Glasflaschen und Gläsern (sowie Kaffee- und Espressotassen und Serviertabletts) ausgestattet.
All diese Neuerungen reduzieren nicht nur den PET-Bedarf der HGC, sondern führen automatisch auch zu einer Verringerung des Papp- und Plastikbecherverbrauchs – mit einer kleinen, aber gewichtigen Ausnahme: In den Shops wird für den Wasser- (und natürlich auch den Kaffee-) Ausschank weiterhin auf Kartonbecher gesetzt.
Auch auf Flaschen kann die HGC in Zukunft nicht gänzlich verzichten. Wenn aber künftig Flaschen in der HGC angetroffen werden, so werden das entweder gläserne oder eben mehrfach verwendbare PET-Flaschen sein.
Die HGC verzichtet ab 2024 auf Einweg-PET-Flaschen und stellt auf Wasserspender der Marke Brita um.
Alle Mitarbeitenden der HGC erhalten für den persönlichen Gebrauch wahlweise eine Glaskaraffe oder eine Mehrweg-PET-Flasche.
Zusätzlich erhält jede/r Mitarbeitende einen persönlichen Mug (grosse Henkeltasse) oder eine persönliche Kaffeetasse.
Auch die Sitzungszimmer werden ab 2024 mit Glasflaschen, Trinkgläsern und Tassen bestückt.
All diese Produkte sind spülmaschinenfest, weshalb für deren Reinigung Geschirrspüler organisiert werden.
Die Gründe für diesen Systemwechsel sind vielfältig:
Die HGC reduziert damit den PET-Verbrauch und setzt gleichzeitig auf nachhaltigere Verpackungen.
Die HGC fördert mit dem «Hahnenwasser» das mit Abstand umweltfreundlichste Getränk der Schweiz.
Die HGC verringert die Verwendung von Pappbechern.
Die HGC verkleinert mit diesen Massnahmen ihren ökologischen Fussabdruck und trägt zum Schutz der Umwelt bei.